Gedanken zum Tag

Als ich junge Mutter war, habe ich die Zeit mit meinen Kindern zwar genossen, aber im Hinterkopf hatte ich immer die Anforderungen, die noch auf Erledigung warteten: einkaufen, Predigt schreiben, Wäsche waschen, Taufgespräch. Mit meiner Enkeltochter kann ich heute stundenlang einfach nur dasitzen, Hühner beobachten, einen Stein an Laternenmasten als Klanginstrument ausprobieren oder in einem Bilderbuch nach dem Papagei suchen – und es drängt mich nichts, ich habe nicht mal eine Armbanduhr um. Das ist Lebensglück, stressfrei, so wie es Menschen wohl erst ab einem gewissen Alter genießen können. Da wächst eine Gelassenheit, die Jüngere schlicht nicht haben, weil sie auf Erfahrung fußt. Und der Sinn des Lebens bekommt eine neue Dimension, die du früher nicht mal geahnt hast. Wer alt werden darf, erlebt viel Neues, es bleibt spannend! Gerade erst hat eine Studie gezeigt, dass die Quote der Menschen, die nach dem Sinn des Lebens fragen, stetig sinkt. (…) Wer keinen Sinn im Leben sucht, denkt wohl auch nicht an Endlichkeit. Und wenn es keinen Sinn gibt, ist auch Trauer nicht angesagt. (…) In einer ökonomisierten Gesellschaft gibt es dafür keinen Raum und keine Zeit. Älterwerden hilft auch, diese Räume zu suchen und sich die Zeit zu nehmen.

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Cherokee Weisheit

“Die Menschen werden nicht nur mittels Worten den Sinn des Lebens begreifen. Möglicherweise weiß der weiße Mann deshalb sowenig, weil er soviel studiert. Und möglicherweise ist dies auch der Grund dafür, daß seine Kultur untergehen muß, bevor er noch begreift, wie ihm geschieht. Aus eben demselben Grund kann oder will er vielleicht seine Lebensart nicht aufgeben, bis seine Art zu leben ihn ändern wird. Er meint, daß er sein Leben ändern kann, indem er das, was er sagen will, in andere Worte kleidet. Und genau hierin liegt vielleicht seine Heuchelei.”

Gerald Wilkinson, Cherokee
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Erkenntnisse eines Durchreisenden...

Mit der durchschnittlichen Kombinationsgabe eines Durchreisenden, ja lieber Leser, liebe Leserin, auch Sie gehören zu dieser (sagen wir einmal) Gattung der Durchreisenden, auch wenn sie es bis dato noch nicht gewusst und so empfunden haben sollten. Bei den nachfolgenden Erkenntnissen geht es natürlich und in erster Linie um meine eigenen als, lassen Sie mich diesen Ausdruck letztmalig h i e r benutzen: als D U R C H R E I S E N D E R !
Bevorzugt reise ich aus eigener (Muskel) Kraft, per pedes oder auf dem Velo, wie die Schweizer sagen würden. Dadurch erhalte ich mir meine Bodenhaftung, neige ich doch dazu ab und an geistig abzuheben – man muss mir das nicht verzeihen, es ist unverzeihlich und bedarf nur meiner eigenen Nachsicht und Vergebung! Ich habe mir also irgendwann vergeben, amor fati, und angefangen meine Reise anders zu empfinden – d. h. weniger tragisch! Humor ist dabei ein gutes Überlebensmittel und passt meist in jeden besseren Rucksack. Tage, an denen Sie selbst nicht über sich lachen konnten, waren schlechte Tage und die wünsche ich nur meinen Feinden! Zwar sagte einst ein Geistesbruder zu mir: Liebe Deine Feinde! - aber dazu bin ich zu nachtragend und rachsüchtig. Jan-Philipp Reemtsma sprach in einem Eröffnungsvortrag, dem ich in Hamburg beiwohnte, von der typischen Opferrolle, wenn man auf sein Recht zur Rache verzichtet. Rache ist etwas gesundes und wenn man sie kalt genießen kann, ist sie köstlich. Lassen Sie sich Zeit bei ihrer Rache und vergessen Sie nichts, führen Sie Buch darüber und seien Sie kreaktiv und gerecht bei ihrer cleveren Revange!
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Was ist Liebe...?


ErdeWasser
Klangschale mit...*
Die Liebe muss von ihrer Natur her
flüssig sein.
Das merken wir meist erst,
wenn sie verflossen und unwiederbrieglich fort ist!

Liebe verspricht uns im Augenblick
ZEITlosigkeit und nicht mehr als die
EWIGKEIT!

Dadurch meinen wir den Tod überwinden
EWIG zu sein! Hier liegt IHR und UNSER
SINN – ohne Liebe jedoch erscheint ALLES
SINN-los!

Es gibt Liebe in der Welt, in Dir & mir,
aber auch IHR Gegenteil:
KRIEG, HASS & ZERSTÖRUNG!

Es herrscht ein permanenter Krieg zwischen
der Liebe und den Zerstörern der Welt!
Manchmal wechselst Du die Fronten,
besonders in Zeiten der SINN-losigkeit:
Drum besser wär das NICHTS entstünde!

Dieses NICHTS ist das Ende aller Sehnsucht,
der LIEBE an sich:
IHR TOD!

WER DAS VERSTANDEN HAT
IST BEREIT FÜR DIE LIEBE ALLES
ZU GEBEN – auch sein einziges Leben!

Geschrieben am 8.8.2015 irgendwo auf TERRA TITANIC

mit herzlich-liebevollem Gruß

yours frankly

Frank 7th Dada-Lama


Postskriptum: Gemessen am Zustand der Welt heute müssen wir uns eingestehen: es fehlt an LIEBE - ist die Schlacht schon verloren?!



*Klangschale mit einer erblühten Rose, schwimmend im Wasser der Liebe zusammen mit einem Stein der Weisen.
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Essenz

Die Nacht der Angst wird kommen, immer wieder
Um Dich zu Dir hin wachsen zu lassen.

Der Verlust Deiner Sicherheit
Bequemlichkeit, Bestätigung.

Warum geschieht mir das? Immer wieder?

Du sollst erfahren wer Du wirklich bist.
Hinter all Deinen Masken,
Hinter äußerem Schein schimmert sie hervor
Deine Essenz des SEINS
Worum geht es?

Erlöse Dich von der Illusion,
Etwas oder Jemanden zu brauchen.
Löse Dich vom Wünschen.
Sei.

Lass es brennen, ja ich weiß,
es tut weh. So sehr.
Aber Du kannst es und es geht vorbei.
Du bekommst genau die Aufgaben,
die Du bereit bist zu lösen
JETZT

Sei ganz bei DIR, sei in Dir
bleib in Deinem Zentrum.

Stell Dich mitten ins Feuer.
mitten in Deine größte Angst.
Dann erfährst Du,
wer du BIST

Entzünde dort Dein Licht
Geh tief hinein in Deine Kraft.

Sei das, was Du Dir
so sehr von ihm gewünscht.

Sei Liebe.
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Die Antwort eines Freundes:...

Lieber Frank,

abgesehen von stoischer Ruhe - die betrifft den Zustand, in dem man viel Zeit für Gedanken und im schlechtesten Fall nichts anderes zu tun hat - ist tatsächlich das Leben in der Gegenwart der entscheidende Schlüssel, wenn ich mich nicht irre. Ich kann Dir das konkret bestätigen: ich habe drei Tage lang in der Erde gewühlt und Beete angelegt.. das hat die Frage nach einem wie immer gearteten Sinn aus meinem Geist vertrieben. Es blieb da weder die Frage nach dem Sinn des Beetes, noch die die Frage nach dem Sinn von Dasein als Seinsform an sich. Ist die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht eher wie eine Strafarbeit, die man sich selbst aufgibt. Und ihr Auftreten ein klares Zeichen dafür, daß man sich plagen möchte? Und wo wir schon vom nackten Affen sprechen: möglicherweise ist das Gehirn dieses Affen ja gar nicht dafür geschaffen, solche Probleme zu lösen - und gaukelt dem Affen nur vor, daß jeder Gestand, für den er ein Wort findet denkbar ist - und wenn er denkbar ist, auch "real".

Ich würde Radieschen empfehlen.

Sei herzlich umarmt,

Dein R.
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